Anruf genügt
Um 21 Uhr ruft mich Frau G. an. Sie ist gerade auf einer belebten Düsseldorfer Straße von der Polizei aus ihrem Auto geholt worden – wegen Suizidgefahr. Wie sich herausstellt, hat ihre Mutter telefonisch bei der Polizei behauptet, Frau G. wolle sich das Leben nehmen. Darauf nahm die Polizei den Wagen kurzerhand in die Fahndung.
Jetzt sitzt Frau G. auf der Wache. In Handschellen.

Leider sind solche Fälle kein Einzelfall. Noch immer ist es in diesem Lande möglich mit einer einzigen Anschuldigung jeden unliebsamen Nachbarn o.ä. in brenzliche Situationen zu bringen. Aus meiner Zeit als Mitarbeiter eines psychiatrischen Bereichs, kann ich solche Vorgehensweisen nur bestätigen. Oft sind es die Angestellten dort, die Zweifel an Diagnosen aufkommen lassen und sich ihrerseits an die zuständigen Behörden wenden.
Manuela | 31. 10. 2005 19:06
Und ich dachte immer, die Polizei dürfe nur tätig werden, wenn bereits was passiert ist ?
Also nicht vorbeugend, sondern nur bei einem konkreten “Fall” ?
Schönen Tag noch !
Gucky | 21. 5. 2006 16:58