Menschen – ohne Uniform

Ein 40-jähriger Journalist, der wegen Mordversuchs angeklagt ist, berichtet im Kölner Express über sein “Leben im Hochsicherheitstrakt” und seinen Transport zu einem Gerichtstermin:

Im Inneren des Gefangenentransporters gibt es deckenhohe Minizellen. Umfallen ist hier nicht möglich. Neben der JVA-Ausfahrt sehe ich zum ersten Mal Menschen ohne Uniform. Menschen, die leben. Kinder mit Schulranzen. Tränen fließen. Nach 33 Minuten wird der Bus im Gerichtsgebäude geparkt. Ich spüre den Schmerz der Fußschellen. Zelle 7. Fünf massive Schlösser. Ich beginne, die Kacheln an der Wand zu zählen. 1680 Stück…

07.11.2005 08:50 | U-Haft | Comments (7)

7 Kommentare »

  1. Schreibst du auch mal über das Opfer? Wie es gelitten hat? Wie es Angst um das eigen Leben hatte?

    Interessierst du dich auch dafür?

    Ich glaube kaum, das der Mann unschuldig ist.

    orphem | 7. 11. 2005 10:06

  2. @1: Achtung: Der KNASTBLOG ist hier nur vermittelndes Medium.
    Er zitiert den EXPRESS, der wiederum den Angeklagten ausdrucksstark (er ist Journalist) zu Wort kommen lässt. Die ganze Geschichte kausal sauber aufzudröseln, würde erfordern, dass das Opfer sich in ähnlicher Form öffentlich äußert.

    Heinrich | 7. 11. 2005 11:15

  3. Der Name Knastblog sagt doch, um was es hier geht. Dass hier (verdächtige und verurteilte) Straftäter zu Wort kommen, liegt in der Natur der Sache.

    Damit wird Opfern kein Unrecht getan.

    Udo Vetter | 7. 11. 2005 12:09

  4. @1: Als Strafverteidiger ist man Interessenvertreter des Beschuldigten/Verurteilten. Geschädigte bzw. Opfer werden von anderen vertreten, deren Aufgabe es ist, auf die Konsequenzen der Tat hinzuweisen.

    Carsten R. Hoenig | 7. 11. 2005 16:13

  5. Der Link zum Express is kapott.

    Mario | 8. 11. 2005 01:54

  6. @1: Unschuldig bis das Gegenteil bewiesen ist.

    (Text editiert. Etwas zu unhöflich. U.V.)

    Don Vito | 8. 11. 2005 21:30

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