Celle, Hochsicherheitstrakt
Ok, es ist ein paar Jahre her, dass ich letztmalig in der JVA Celle I gewesen bin. Damals war ich mit dem Motorrad “angereist” und musste dann meine Stiefel ausziehen, weil da ja nun alle Ausbruchswerkzeuge hätten versteckt sein können. Nett war auch noch, dass ich das “bic”-Feuerzeug abgeben musste, weil darin wohl ein hochfester Draht verbaut ist, mit dem man Gittersäge durchschneiden kann.
Und heute: ich finde es ja ok, dass die Autoschlüssel verdächtig sind, weil noch die Fernbedienung für die Standheizung daran hängt und damit einen verdächtigen Eindruck macht … könnte ja ein verwunschenes Handy sein. Dass aber der Metallkugelschreiber gegen einen solchen aus Plastik getauscht werden musste, in dem eine Metallmiene steckte, da dacht ich doch, die spinnen, die Celler.
Werner Siebers, Fachanwalt für Strafrecht, Braunschweig

Ah, jetzt weiß ich endlich, warum wir keine Bic-Feuerzeuge besitzen durften. Einen Grund für diese Regelung hatte mir nie jemand nennen wollten. Vielleicht aus Angst, dass ich dadurch auf dumme Gedanken kommen könnte?
Interessant zu wissen ist aber auch, dass die Gitterstäbe in der JVA München so marode sind, dass man sie mittels eines der dort üblichen Aluminiummesser problemlos innerhalb weniger Stunden durchsägen könnte, wenn man in die Klinge kleine Zacken einfügt. Ich hab’s mal zum Spaß kurz ausprobiert – es klappte: schon nach kurzer Zeit waren Sägespuren an den Gittern zu sehen.
Nur so als Tipp…
Gruß vom Mitmensch
Mitmensch | 2. 12. 2005 19:14