Bauschäden: Gefangene müssen umziehen
110 Jahre nach dem Bau der maroden Düsseldorfer Haftanstalt „Ulmer Höh’“ löst dort ein dicker Wandriss die Evakuierung von 150 gefangenen Menschen aus.
Weil der „C-Flügel“ sechs Wochen lang durch die Dach-Sanierung zu einer Baustelle wird, müssen 60 Gefangene mit anderen „zusammenrücken“, wie es Anstaltsleiter Bernhard Lorenz ausdrückte: in einer Zelle sollen zwei Betten stehen. Die anderen 90 inhaftierten Menschen sollen in Gefängnisse nach Köln, Wuppertal und Duisburg-Hamborn gebracht werden.
Lorenz spricht von „erheblichen Kosten“. Der Schaden unterstreiche aber auch „die Notwendigkeit“ eines Neubaues. Der ist, wie berichtet, in Ratingen geplant, wird aber nicht vor 2009 fertig werden. Gelder unbekannter Höhe werden noch in die Reparatur gesteckt, weil die Gefahr bestand, dass das Dach „in Teilen runtergefallen wäre“. (pbd)
