Häftlinge in NRW sollen weiter studieren können

Häftlinge haben in Nordrhein-Westfalen Aussichten, hinter Gittern studieren zu dürfen. Die Landesregierung prüfe Möglichkeiten, Strafgefangenen wieder eine Möglichkeit zum Fernstudium zu eröffnen, kündigte Justizministerin Roswitha Müller- Piepenkötter (CDU) in einer jetzt veröffentlichten Antwort auf eine SPD-Anfrage an.

Bis zum Ende des Wintersemesters hatte es für Gefangene im geschlossenen Vollzug eine Möglichkeit in der Justizvollzugsanstalt Geldern gegeben, ein Fernstudium zu absolvieren. Das dortige Studienzentrum mit 20 Plätzen musste aber geschlossen werden, weil die Fernuniversität Hagen seit dem Sommersemester 2006 nur noch Studierende mit eigenem Internetzugang aufnimmt.

Die Nutzung von Computern – insbesondere mit Onlinezugang – sei im geschlossenen Vollzug aber grundsätzlich mit Sicherheitsrisiken verbunden, gab die Ministerin zu bedenken. Inzwischen habe die Fernuniversität Hagen allerdings signalisiert, dass für Gefangene ein Studium unter den früheren Bedingungen – also Verzicht auf den Internetzugang – doch wieder denkbar wäre. Unabhängig davon gebe es im offenen Vollzug «für die wenigen Gefangenen, die die Voraussetzungen eines Studiums erfüllen», die Möglichkeit, eine Präsenzuniversität zu besuchen, schrieb die Ministerin.

Pressemitteilung / Quelle des Links

10.07.2007 08:08 | Diverses,Vollzug | Comments (1)

1 Kommentar

  1. Die Problematik mit dem Internetzugang ist für mich verständlich, allerdings finde ich, dass es der richtige Weg ist den Inhaftierten diese Bildungschance nicht zu verwehren. Vielleicht hilft der Gedanke, dass gut bzw. besser gebildete Menschen leichter Anstellungen finden und in diesem Fall eine Chance auf ein “neues” (vielmehr straffreies) Leben.

    Fernstudium - Fan | 23. 8. 2007 18:44

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