Häftling kauft seine Zelle

Ausgerechnet in seiner Gefängniszelle möchte ein entlassener Häftling künftig leben. Der Australier Graeme Alford nutzt den Umstand, dass das Partridge-Gefängnis in Melbourne in einen Wohnkomplex umgewandelt wird. Alford will den Kaufvertrag über die Zelle, in der er in den Siebzigern sieben Jahre einsaß, bald unterschreiben.

(Quelle: Süddeutsche Zeitung)

31.10.2007 13:52 | Diverses | Comments (1)

NRW: Gutachten werden kontrolliert

Vollzugslockerungen für inhaftierte Gewalt- und Sexualstraftäter mit einer Freiheitsstrafe ab zwei Jahren sollen in Nordrhein-Westfalen bei Bedarf künftig eine zusätzliche Prüfungsstufe durchlaufen. Ein entsprechendes, deutschlandweit einmaliges Modell zur Verbesserung der Prognosesicherheit im Justizvollzug hat Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter in Düsseldorf vorgestellt.

Das Vorhaben sieht eine enge Kooperation zwischen vollzugsinternen und externen Gutachtern vor. Das Kabinett hat dafür zusätzliche 500.000 Euro bereitgestellt. „Ab kommendem Jahr werden alle Begutachtungen zur Gewährung von Vollzugslockerungen für Gewalt- und Sexualstraftäter einer zusätzlichen Qualitätsprüfung durch unabhängige Experten unterzogen“, erklärte die Ministerin. „So erreichen wir eine maximale Prognosesicherheit und damit den bestmöglichen Schutz der Bevölkerung. Inhaftierte Gewalt- und Sexualtäter erhalten nur dann Vollzugslockerungen, wenn mehrere Sachverständige dies unabhängig voneinander für unbedenklich halten.“

„Die Bevölkerung hat einen Anspruch auf optimalen Schutz vor gefährlichen Straftätern“, hob die Ministerin hervor. „Das heißt, die Prognosen bei der Beurlaubung von Gewalt- und Sexualstraftätern müssen so ‚wasserdicht‘ wie nur irgend möglich sein.“

Deshalb erarbeite das Ministerium derzeit zusammen mit Prof. Dr. Norbert Leygraf, dem Direktor des Instituts für forensische Psychiatrie in Essen, ein Konzept für die zusätzliche Prüfung von Lockerungsprognosen.

Es sieht vor, dass die Prognoseeinschätzungen einem dreistufigen Prüfungsverfahren unterzogen werden.

* In einem ersten Schritt werden die von den Anstaltspsychologen gefertigten Gutachten einer internen Qualitätskontrolle unterzogen.
* Im Anschluss daran ist eine weitere Prüfung durch ein unabhängiges, externes Expertengremium im Rahmen von Fallkonferenzen vorgesehen. Dem Gremium werden sowohl Prof. Dr. Leygraf als auch weitere erfahrene forensische Psychologen und Psychiater angehören.
* Auf Empfehlung dieser Experten wird in einem dritten Schritt gegebenenfalls eine weitere, eigenständige Zusatzbegutachtung durch einen besonders qualifizierten Psychologen oder Psychiater vorgenommen.

Das Modell wird durch eine gezielte Fort- und Weiterbildung der Diagnostiker sowie der Entscheidungsträger in den Justizvollzugsanstalten ergänzt.

30.10.2007 13:15 | Diverses,Psychiatrie,Vollzug | Comments (1)

Im Koffer aus der Haft geschmuggelt?

Eine 19-Jährige steht im Verdacht, bei ihrer Entlassung aus der Jugendstrafanstalt Neustadt am Rübenberg eine Mitgefangene aus dem Gefängnis geschmuggelt zu haben. Die Frau soll sich im Koffer der 19-Jährigen versteckt haben, berichtet Spiegel online.

Bei der Entlassung sei nur aufgefallen, dass der Koffer der Frau sehr schwer war. Was er enthielt, wurde nicht kontrolliert. Nach den beiden Frauen wird gesucht.

Nachtrag: Die Kofferträgerin handelte aus Mitleid, weiß der Tagesspiegel. Nach der Flüchtigen wird noch gefahndet. Ihre Helferin muss sich demnächst wegen Gefangenenbefreiung vor Gericht verantworten.

28.10.2007 13:15 | Ausbrüche,Jugendliche | Kommentare deaktiviert für Im Koffer aus der Haft geschmuggelt?

Wuppertal: Razzia hinter Gittern

Gegen Mitarbeiter der Wuppertaler Justizvollzugsanstalt wird ermittelt. Wegen Untreue und Betrug. Den Beamten sollen Gefangene in der hauseigenen Kfz-Werkstatt eingesetzt haben, um private Fahrzeuge zu warten und zu reparieren.

Einzelheiten berichtet der Express.

25.10.2007 12:31 | Diverses,Vollzug | Comments (1)

Flüchtiger faxt an die Justiz

Wegen des mysteriösen Gefängnisausbruchs in Krefeld ermittelt die Polizei inzwischen gegen vier Gefängniswärter. Sie stehen im Verdacht, dem Flüchtigen geholfen zu haben. Sogar ihre Wohnungen sind durchsucht worden, berichtet die WELT.

Mittlerweile hat sich der Flüchtige per Fax bei der Justiz gemeldet. Er fordert eine niedrigere Strafe.

25.10.2007 11:58 | Ausbrüche,Diverses,Vollzug | Kommentare deaktiviert für Flüchtiger faxt an die Justiz

Häftlinge kochen für Honoratioren

Gefangene kochen, Honoratioren speisen: In der JVA Aachen waren 50 erlesene Gäste zu einem ungewöhnlichen Abendessen eingeladen. Die Knackis servierten Lachsrouladen, Kürbissüppchen und gefüllte Kalbsfilets.

Spiegel online berichtet.

23.10.2007 16:20 | Diverses,Menschliches,Vollzug | Kommentare deaktiviert für Häftlinge kochen für Honoratioren