Brieftauben schmuggeln Handys und Drogen

In Brasilien werden Handys und Drogen bevorzugt per Brieftaube in den Knast geschmuggelt, berichtet Spiegel online:

Die fleißigen Tauben tragen ihre Fracht nämlich so zuverlässig über die Gefängnismauern, dass es in der Anstalt zu einer regelrechten Drogen- und Handy-Schwemme kam. Und mit Störsendern kann der Mobilfunk hinter Gittern zwar eingeschränkt, aber nicht völlig unterbunden werden. … Aus der Perspektive des Justizvollzugs sind die Tauben auf der „letzten Meile“ jedenfalls ein normales Übel: „In jedem Knast, in jedem Land“ gebe es Schmuggel, erklärte etwa im vergangenen Jahr die Sprecherin der Berliner Justizsenatorin Gisela von der Aue (SPD).

29.06.2008 17:47 | Diverses | Kommentare deaktiviert für Brieftauben schmuggeln Handys und Drogen

Weniger als 5 Quadratmeter

Der 11. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Hamm hat über die ersten rund 30 Beschwerden entschieden, mit denen Gefangene wegen einer behaupteten menschenunwürdigen gemeinschaftlichen Unterbringung in Justizvollzugsanstalten Prozesskostenhilfe für Amtshaftungsklagen gegen das Land Nordrhein-Westfalen begehren.

Das Gericht hat Prozesskostenhilfe bewilligt, wenn in der gemeinschaftlichen Unterbringung
der Gefangenen ein Verstoß gegen die Menschenwürde zu sehen war. Nach Auffassung des Senats kann von einer menschenwürdigen Unterbringung kaum mehr die Rede sein, wenn einem Gefangenen in einer Zelle weniger als 5 Quadratmeter Grundfläche für sich zur Verfügung standen.

Unabhängig von der Zellengröße liegt ein Verstoß gegen die Menschenwürde nach Ansicht der Richter vor, wenn hinsichtlich der Toilette in der Zelle kein hinreichender Sicht-, Geräusch- und Geruchsschutz gegeben war. Der Höhe nach kommt eine Entschädigung von 10 Euro bis zu 30 Euro pro Tag für eine menschenunwürdige Unterbringung der hier in Rede stehenden Art in Betracht. Welcher Betrag innerhalb dieser Bandbreite im konkreten Fall angemessen ist, hängt jeweils von den konkreten Umständen des Einzelfalls ab.

Bei dem Amtshaftungssenat des Oberlandesgerichts Hamm sind seit Ende des vergangenen Jahres insgesamt über 60 ähnlich gelagerte Fälle anhängig. Die Verfahren betreffen die Unterbringungssituation in den Justizvollzugsanstalten Bielefeld-Brackwede I, Bochum, Dortmund, Detmold, Essen, Gelsenkirchen, Hagen, Münster und Werl.

25.06.2008 10:25 | Diverses | Comments (1)

Mafia in Tegel

Um mafiöse Zustände in der JVA Tegel geht es derzeit vor dem Landgericht Berlin. Angeklagt sind vier Gefangene:

Die Angreifer forderten, so die Zeugenaussagen, Handys, Drogen, Geld und sonstige Wertgegenstände, die sie, wenn nicht anders zu haben, auch einfach mitnahmen. In einem Fall soll der Angeklagte Eduard K. von einem ihnen als Drogendealer bekannten Gefangenen gefordert haben, gratis für sie Drogen zu beschaffen. In einem anderen Fall hieß es: „Geh Handy ‚borgen‘ und gebe nicht zurück. Ist egal, ich mache das.“

Laut Aussage des Zeugen Sascha L. taten sich Mitte 2007 dreizehn Gefangene zusammen, dem von der „Russenmafia“ ausgehenden Terror etwas entgegenzusetzen. Bis auf Bryan G., der Probleme mit sich selbst auszumachen pflegt, wie er sagt, erstatteten die Zeugen mehrfach Meldungen. Die Beschwerden sollen aber seitens der Anstalt nicht ernst genommen und die Rolle der „Russengang“ heruntergespielt worden sein.

Mehr in diesem Bericht.

24.06.2008 10:39 | Diverses | Kommentare deaktiviert für Mafia in Tegel

Der Knasthölle entronnen

Die Geschichte klingt kurios: Ein Deutscher wird mit einem Trick angeblich nach Venezuela gelockt, dann als vermeintlicher Drogenschmuggler im Schnellverfahren inhaftiert und verurteilt. Er gerät in eine Welt, in der ein Mensch nichts wert ist – in ein venezolanisches Gefängnis.

Reportage auf stern.de.

09.06.2008 11:15 | Diverses | Kommentare deaktiviert für Der Knasthölle entronnen

Sklavenaufstand im Knast

Die Justizvollzugsanstalt Tegel ist eines der größten Gefängnisse Westeuropas. Wer hier einsitzt, hat sehr viel Zeit: Gesellschaftsverlierer wie die Sklaven der Antike sind die Häftlinge, findet ein Regisseur – und inszeniert deshalb mit 22 Insassen „Spartacus“.

Spiegel online berichtet.

07.06.2008 12:58 | Diverses | Kommentare deaktiviert für Sklavenaufstand im Knast

Störsender in der JVA

Baden-Württemberg hat ein Gesetz verabschiedet, das Störsender in Haftanstalten erlaubt. Damit soll es künftig unmöglich werden, dass Inhaftierte mit eingeschmuggelten Mobiltelefonen sprechen. Schon im Sommer soll die erste Anlage installliert werden – in der Justizvollzugsanstalt Offenburg.

Einzelheiten in diesem Bericht.

06.06.2008 19:32 | Diverses | Kommentare deaktiviert für Störsender in der JVA

Lieber im Knast

In England bleiben überraschend viele Häftlinge lieber im Gefängnis, obwohl sie an sich gegen Auflagen entlassen werden könnten. Laut einer Studie verzichteten zwischen 1999 und 2006 rund 37.000 Gefangene darauf, vorzeitig ihre Haft zu beenden.

Näheres berichtet Telepolis.

05.06.2008 15:33 | Diverses | Comments (2)

Sicherungsverwahrung

In Deutschland leben 424 Menschen in Sicherungsverwahrung. Dies ergibt sich aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage.

(Link gefunden in den Lichtenrader Notizen)

05.06.2008 15:13 | Diverses | Kommentare deaktiviert für Sicherungsverwahrung