Mafia in Tegel
Um mafiöse Zustände in der JVA Tegel geht es derzeit vor dem Landgericht Berlin. Angeklagt sind vier Gefangene:
Die Angreifer forderten, so die Zeugenaussagen, Handys, Drogen, Geld und sonstige Wertgegenstände, die sie, wenn nicht anders zu haben, auch einfach mitnahmen. In einem Fall soll der Angeklagte Eduard K. von einem ihnen als Drogendealer bekannten Gefangenen gefordert haben, gratis für sie Drogen zu beschaffen. In einem anderen Fall hieß es: “Geh Handy ‘borgen’ und gebe nicht zurück. Ist egal, ich mache das.”
Laut Aussage des Zeugen Sascha L. taten sich Mitte 2007 dreizehn Gefangene zusammen, dem von der “Russenmafia” ausgehenden Terror etwas entgegenzusetzen. Bis auf Bryan G., der Probleme mit sich selbst auszumachen pflegt, wie er sagt, erstatteten die Zeugen mehrfach Meldungen. Die Beschwerden sollen aber seitens der Anstalt nicht ernst genommen und die Rolle der “Russengang” heruntergespielt worden sein.
