Gefangener tötet Freundin in der JVA

In der Justizvollzugsanstalt Remscheid hat ein Gefangener seine Freundin getötet. Die Tat geschah in einem Raum für Langzeitbesuche. Dort waren der 50-jährige und die 46-jährige am Sonntag alleine. Die Besuche waren genehmigt und fanden seit vier Jahren statt.

Nach der Tat soll der Gefangene versucht haben, sich selbst das Leben zu nehmen und verletzte sich hierbei schwer.

Spiegel online / Express

12.04.2010 10:22 | Vollzug | Comments (3)

3 Comments

  1. Wer weiß schon, was dort hinter den Mauern alles abläuft an Schikanen – kleinen Boshaftigkeiten und Wegnahme von Hoffnung.

    Das Zentrum des Bösen soll in Russland liegen — so meinte einst der amerikanische Präsident Ronald Reagan.

    Ist nicht so eine JVA auch ein Zentrum des Bösen?

    tilzow | 13. 4. 2010 22:24

  2. Nun, in meinen Augen tragen die Beamten schon eine gewisse Mitschuld, aber nicht weil sie den Täter drangsalierten oder schikanierten…nein, er hatte es wahrlich gut…Begleitende Ausgänge zum Opfer, Laufgruppe (außen)und die Psychologin freute sich sicher auch jährlich über den Blumenstrauß !

    Man arbeitet lieber mit Menschen die Kinder Vergewaltigten und Töteten, denn wenn diese wieder resozialisiert sind und dazu noch sauber bleiben…dann werden die Leute dafür gelobt und gehuldigt. Ein kleiner Gewalttäter..wird immer rückfällig! (Aussagen jener Beamten)

    Ohne näher darauf eingehen zu wollen. Die Beamten waren vor der Tat darüber informiert, dass jenes spätere Opfer die Beziehung bereits beendet hatte.

    Fraglich allerdings, warum sie diesen LZB noch machen liesen.

    Dafür müssen jetzt die Insassen, welche alles weg genommen bekommen und deren Angehörigen leiden. Ihnen wird das Leben und der Besuch in Remscheid schwerer gemacht.

    Jeder sollte sich selbst sein Bild darüber machen.

    Kitty | 28. 6. 2010 19:34

  3. > Die Beamten waren vor der Tat darüber
    > informiert, dass jenes spätere Opfer die
    > Beziehung bereits beendet hatte.

    Kitty: Warum kam es überhaupt zu dem Besuch, wenn die Beziehung schon beendet war? Wieso hat die Frau nochmals einen LZB gewollt?

    Das Problem ist doch, wäre er durchsucht worden und man hätte nichts bei ihm gefunden, hätte sein Anwalt Zeter und Mordio gerufen, die Menschenrechte seien missachtet worden. Wäre er durchsucht worden und man hätte ihm nach dem Fund der Waffen den LZB verweigert oder nur unter Überwachung zugelassen, hätte sein Anwalt Zeter und Mordio geschrieen, man ließe arme Häftlinge nicht mal zu freundlichen Kontakten mit ihren Freundinnen gewähren, die zufällig mit dem Häftling das Hobby „improvisierte Waffen“ teilen.

    Wie auch immer das Gefängnis agiert, es ist Schuld. Dass jemand, der mit einem offensichtlich zur Gewalt neigenden Menschen ein Verhältnis führt, ein gewisses Risiko ganz bewusst und selbstbestimmt eingeht, das versucht jeder zu verschweigen. Warum eigentlich?

    Jonathan | 8. 4. 2011 22:21

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